Archive for Oktober 2021

Freitags-Füller # 414

1. Neuerdings sehe ich wieder schlechter.

2. Mein Vertrauen in die Kultur ist einfach noch nicht ganz wieder da.

3. Gerade jetzt höre ich keine Musik.

4. Lasagne finde ich besonders sättigend.

5. Die letzte Person, die ich umarmt habe, war mein Freund.

6. Soll ich schon Urlaub auf Föhr nächstes Jahr buchen oder besser nicht?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Füße hochlegen, morgen habe ich geplant, meinen Flur umzugestalten und Sonntag möchte ich einfach lesen!

Den Freitags-Füller von Barbara findet ihr hier.

Rezension: „Die unheimliche Bibliothek“ – Haruki Murakami

Klappentext:

„Kannst du nicht sprechen?“, fragte ich das Mädchen.

„Nein, meine Stimmbänder wurden in meiner Kindheit zerstört.“

„Deine Stimmbänder wurden zerstört? Aber von wem denn?“

Darauf gab sie mir keine Antwort. Sie lächelte nur so lieblich und süß, dass es mir den Atem nahm.

Meine Meinung:

Seit Kurzem hat mein Freund wieder einen Büchereiausweis der Stadtbücherei Wahlstedt. Während er zum Corona-Test war, ging ich also in die Bücherei. (Wir wollten nachmittags ins Kino).

Dort stöberte ich so durch die Regale und fand dieses kleine Büchlein quasi im Vorbeigehen. Und auch noch so ein Buch Juwel. Das sind die schönsten Funde.

Ein Junge will eigentlich nur zwei Bücher zurückgeben. Doch dann entscheidet er sich dafür, nach einem Buch über die Methoden der Steuereintreibung im Osmanischen Reich zu suchen.

Was dann folgt, ist ein Albtraum. Der Leser (also ich) schwankte zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Die dazugehöhrigen Illustrationen machen die Geschichte noch lebendiger. Er bekommt drei Bücher zum Thema, wird in ein Verlies im Keller gesperrt und muss die Bücher auswendig lernen. Erst dann kommt er wieder frei.

Wird er es schaffen und was hat es mit dem stummen Mädchen auf sich?

Das müsst ihr wie immer selbst nachlesen.

Zitat:

Sie sah aus wie ein zerbrechlicher Ziergegenstand aus Glas, auf den das Morgenlicht fiel. (Seite 37)

Fazit: Eine sehr kurzweilige Geschichte in einem kleinen Büchlein. Ein Epos, ein Juwel. Das ist Fantasy. Lest dieses Buch und ihr werdet es lieben und das nächste Mal eure Bibliothek mit ganz anderen Augen sehen.

Mein Lesehighlight 2021

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Freitags-Füller # 413

1. Ich finde, es könnte ein bisschen mehr die Sonne scheinen und die Baustelle aufgehoben werden, damit ich wieder vor der Tür in den Bus steigen kann und nicht wieder meterweit zur nächsten Bushaltestelle laufen muss.

2. Die Briefkästen sind draußen vor der Tür.

3. Wie habe ich es geschafft, diese Arbeitswoche durchzustehen?

4. Zur betrieblichen Weihnachtsfeier soll ich wieder Quarkbrötchen backen.

5. Im Herbst rieche ich gerne das Laub und die Kastanien.

6. Nach dem Feierabend ist es besser.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Fernsehabend, morgen habe ich geplant, zu Jysk zu fahren und Sonntag möchte ich lesen!

Den Freitags-Füller von Barbara findet ihr hier.

Rezension „Der Nordseehof – Als wir träumen durften (1)“ – Regine Kölpin

Klappentext:

„Wir müssen nach vorn sehen. Da liegt die Zukunft.“

Ostfriesland 1948: Johanna, Tochter eines Großbauern, verliebt sich in den Schlesien-Flüchtling Rolf – eine Liebe, die keine Zukunft hat, denn Johanna ist bereits dem wohlhabenden Hoferben Eike versprochen. Doch die beiden hören nicht auf zu träumen – vom Glück der Heimat, der Wärme einer Familie und ihrer gemeinsamen Zukunft…

Meine Meinung:

Ich habe eine großartige Autorin und ihre Bücher neu für mich entdeckt. Mir fehlen einfach die Worte, um das zu beschreiben, was ich fühlte, als ich ihr erstes Buch las. Regelrecht verschlungen wurde dieses Buch. Dann kam der Kontakt mit der Autorin zustande und sie machte mich zur Rezensentin. Wow! Was für ein Kompliment. Ich finde, es gibt nichts Besseres, als wenn man zur Rezensentin ernannt wird. Band 2 und 3 bekam ich also als Rezensionsexemplar.

Na gut, genug davon. Die Trilogie beginnt in der Zeit nach der Währungsunion in Neuharlingersiel. Es muss hart gewesen sein in der Zeit, in der es noch Lebensmittelmarken gegeben hat. Im ersten Band fand ich es spannend, wie das mit den schlesischen Flüchtlingen war. Schon sehr bewegend.

Zitat:

„Seitdem schlichen sie umeinander herum wie eine Katze um einen Topf Sahne, die genau wusste, dass sie Schläge bekommen würde, wenn sie auch nur einen winzigen Tropfen davon kostete.“ (Seite 14)

Fazit: Mir fehlen die Worte bei diesem Buch. Obwohl es eine fiktive Geschichte ist, hat es so eine intensive Wirkung auf mich. Ich bin froh, dass ich noch nicht in der Zeit gelebt habe, sondern in einer Zeit aufgewachsen bin, der es keine Kriege gab. Jedenfalls nicht in Deutschland.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ – Meike Werkmeister

Klappentext:

Eigentlich ist Anni glücklich.

Mit ihrem Langzeitfreund Thies lebt sie in einem hübschen Bremer Häuschen, ihr Geld verdient sie als Game-Designerin und in ihrer Freizeit entwirft sie Poster- und Postkartenmotive. Doch dann will ihr Chef, dass sie das neue Büro in Berlin leitet. Und Thies will auf einmal heiraten. Nur Anni weiß nicht mehr, was sie will. Da meldet sich ihre Jugendfreundin Maria aus Norderney, und Anni beschließt spontan, eine Auszeit zu nehmen. 6 Wochen Sand und Wind, Sterne und Meer – einfach mal durchpusten lassen. Danach sieht sicher alles anders aus. Wie anders, das hätte Anni sich allerdings nicht träumen lassen…

Meine Meinung:

Beförderung und Umzug nach Berlin oder Heiraten?

Dieses Buch ist wie ein Rosamunde Pilcher Film, nur viel besser, denn es ist ein Inselroman. Das verspricht Sonne, Strand und Norderney. Anni merkt, dass ihr Leben irgendwie feststeckt. Sie erhält immer noch viele Hochzeitseinladungen, nur sie bekommt nicht den ersehnten Antrag von Dauerfreund Thies. Außerdem soll sie ein neues Büro in Berlin leiten. Doch soll sie diesen Schritt wirklich wagen? Um das herauszufinden, fährt sie zu ihrer Freundin nach Norderney. Eine Szene im Buch erinnert mich stark an den Fähranleger Dagebüll/Mole (seufz). Ich möchte auch mal wieder Urlaub auf einer Insel machen. Zum Schluss musste ich sogar ein paar Tränen verdrücken, so schön traurig war das Ende.

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Coverkäufe sind doch die besten Errungenschaften oder was sagt ihr dazu?

Zitat:

„Niemand denkt direkt nach der Schule darüber nach, ob man in einem Job alt werden kann.“ (Seite 38)

Fazit: Zurücklehnen, Buch aufschlagen und wohlfühlen. Man kann sich direkt in die Geschichte reinfallen lassen und mitfühlen, mitlachen, vielleicht auch mitweinen.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Lesemonat September 2021

Ich schaffe es, zwei Bücher im Monat zu lesen. Das ist gut. Ich muss jetzt nur versuchen, öfter zu bloggen. Aktuell schreibe ich an zwei Rezensionen.

Im September habe ich gelesen:

Mein Glück in deinen Händen – Mary Simses (beendet)

Blind Date – Joy Fielding (beendet)

gelesene Bücher: 2

angefangene Bücher: 2

gelesene Seiten: 686