Archive for 3. Januar 2022

Rezension „Der Nordseehof – Als wir der Freiheit nahe waren (2)“ – Regine Kölpin

(2021)

Klappentext:

„Man darf nicht nur von der Freiheit träumen. Man muss versuchen, sie zu leben.“

1973: Die 18-jährige Adda träumt davon, die Enge des elterlichen Hofs an der Nordseeküste zu verlassen, um eine Ausbildung zur Krankenschwester zu machen. Erst nach und nach wird ihr klar, dass Aufbruch auch Verlust bedeutet und Freiheit kein Ort ist, sondern ein Gefühl…

Meine Meinung:

Die Geschichte von Johanna geht weiter. Dieses Mal steht ihre Tochter Adda im Fokus des Romans. Was Johanna verwehrt geblieben ist, darf sie leben: Ihre Träume. Dennoch ist Adda hin und hergerissen zwischen Bleiben und Gehen. Ist es wirklich richtig zu gehen? Dann überschlagen sich die Ereignisse und sie muss zurück auf den Hof und ihre Mutter unterstützen. Diesen Familienzusammenhalt fand ich besonders gut. Ich bin auch ein Familienmensch. Familie bedeutet alles.

Beim zweiten Teil der Nordseehof-Trilogie bekommt der Leser auf den ersten Seiten eine kurze Zusammenfassung zum ersten Teil. Ich finde es jedoch besser, wenn man mit dem ersten Teil anfängt. Dann erschließen sich einem die Zusammenhänge besser. Die Cover der Trilogie sind sehr schön aufeinander abgestimmt. Der Piper Verlag ist einer der Verlage, aus dem ich gerne Bücher lese.

Zitat:

„Johanna sprang auf. Träume haben mit dem Leben nichts zu tun. Den Teufel darf sie.“ (Seite 72)

Fazit: Ein sehr aufregender, aufwühlender 2. Teil. Im zweiten Teil geht es um Erwachsenwerden, Aufbruch, aber auch darum, die Dinge, die vorhanden sind, zu schätzen zu wissen. Das gefiel mir besonders gut an diesem Buch. Es gibt endlos viele Worte zu der Trilogie.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.