Archive for the ‘Bücher’ Category

Lesemonat Juni 2022

Im Juni habe ich gelesen bzw. beendet:

Die Inselfreundinnen – Brigitte Janson (beendet)

gelesene Bücher: 1

angefangene Bücher: 2

gelesene Seiten: 563

Lesung: Trio-Lesung auf Föhr

Oder ein kurzer Abstecher auf meine Lieblingsinsel

Es ist Himmelfahrt, die Züge sind voll und die Zeit knapp bemessen. Die Vorfreude überwiegt auf einen tollen Abend mit drei Autorinnen, die normalerweise ihre Trio-Lesung auf Sylt veranstalten. Dieses Jahr haben sie das Ganze zur Freude von Sabine und mir nach Föhr verlegt. Damit sich der kurze Abstecher auch lohnt, sind wir bereits am Vormittag gestartet. Die Hinfahrt ist ein bisschen stressig gewesen, da wir beispielsweise in Niebüll für fünf Minuten Fußweg drei Minuten Zeit für den Umstieg hatten. Zum Glück hat der Anschlusszug gewartet. Letztendlich hat doch alles geklappt und wir sind auf Föhr angekommen.

Unser erster Weg führte uns die Promenade in Wyk entlang. Danach holten wir die Karten für die Lesung ab. Mithilfe von Google Maps fanden wir unsere Unterkunft auch gut, wobei wir versehentlich bei der Schwester unserer Gastgeberin geklingelt haben. Die nahm dies mit Humor und sagte ihrer Schwester Bescheid. Während wir auf unsere Gästekarten warteten, nutzten wir die Zeit, um über Bücher zu quatschen. Das war sehr schön und wir haben es so vermisst.

Zum Abend hin hatten wir einen Tisch im Leonardo da Vinci bestellt. Es ist ganz entspannt gewesen. Das Essen war lecker und auch nicht so teuer. Kann ich sehr empfehlen.

Dann ist es endlich so weit: Die Lesung im Kurgartensaal in Wyk kann losgehen. Es war nicht so gut besucht wie das letzte Mal, als Gabriella dort gelesen hat.

Gabriella fühlte sich verantwortlich, den Abend zu moderieren. Außerdem erklärt sie auch, wie das by in Lütteby ausgesprochen wird. Es wird wie in Bullerbü ausgesprochen. Also eigentlich Lüttebü. Bü heißt Dorf.

Gisa Pauly hat aus ihrem aktuellen Mamma Carlotta Krimi vorgelesen. Ich muss die Reihe unbedingt anfangen.

Sina Beerwald hat ihr Buch „111 Orte auf Föhr“ vorgestellt und daraus einen Vortrag gemacht. Wir hätten ihr stundenlang zuhören können.

Insgesamt wurde es ein launiger, lustiger und toller Abend.

Am nächsten Tag sind Sabine und ich dann wieder zurückgefahren. So endete der kurze Abstecher nach Föhr.

Lesemonat Mai 2022

Im Mai habe ich gelesen bzw. beendet:

Das Dünencafe – Sina Beerwald (beendet)

gelesene Bücher: 1

angefangene Bücher: 3

gelesene Seiten: 593

Rezension „Töchter einer neuen Zeit“ – Carmen Korn

(2021)

Klappentext:

Vier Frauen

Zwei Weltkriege

Hundert Jahre Deutschland

Einer neuen – einer friedlichen – Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt große Sehnsucht nach Leben.

Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: die rebellische Käthe, Ida, die Tochter aus wohlhabendem Hause, und die junge Lehrerin Lina. So verschieden die Frauen sind, so eng ist ihre Freundschaft, auch wenn diese in den kommenden Jahrzehnten auf die Probe gestellt werden wird.

Meine Meinung:

Es ist kaum vorstellbar, sich als neunzehnjährige junge Frau noch das Zimmer mit den Eltern teilen zu müssen. So ist es in der damaligen Zeit gewesen. Am Anfang lernen wir die vier Frauen erst einmal durch eine kleine Einführung kennen. Im Jahr 1919 sind Henny und Käthe 19, Lina 20 und Ida 18. Henny und Käthe wollen endlich ihre eigenen vier Wände haben, eine Tür, die man schließen kann.

Zwei Jahre später sind Henny und Käthe fertig mit ihrer Ausbildung zur Hebamme und Henny ist gleichzeitig schwanger. Ida ist unglücklich verheiratet.

Es werden vier verschiedene Einzelschicksale erzählt, bevor sich alle vier Frauen begegnen.

Politisch gesehen geht es um die Zeit vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg. Wie die Autorin die Zeit zwischen den Kriegen aus der Sicht der Ärzte und Hebammen schreibt, ist faszinierend. Es ist viel Leid, Tod und Liebe im Buch. Eine sehr beeindruckende Geschichte.

Der Schreibstil ist teilweise in altdeutsch geschrieben, dadurch wirkt er sehr geschwollen. Die plattdeutschen Passagen im Buch finde ich gut. Am Ende des Buches gibt es ein Glossar und das ist hervorragend.

Zitat:

„Der Mann muss die Frau immer mehr lieben als sie ihn.“ (Seite 149)

Fazit: Der Auftakt einer Trilogie. Was für ein Cliffhanger zum Ende des Buches. Ich bin immer noch ganz ergriffen, mochte mich kaum vom Buch, der Geschichte trennen, so ergreifend finde ich sie. Eine Leseempfehlung.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Lesemonat April 2022

Nichts mit „Es geht wieder aufwärts“.

Vielleicht wird es im Mai dann besser werden.

Im April habe ich gelesen:

Vielleicht mag ich dich morgen – Mhairi McFarlane (beendet)

gelesene Bücher: 1

angefangene Bücher: 2

gelesene Seiten: 580

Rezension „Zu wahr, um schön zu sein“ – Gabriella Engelmann

(2021)

Klappentext:

Irgendwas ist immer

„Wenn etwas kaputt ist, muss man es reparieren!“

45 Jahre lang hat Caro nach diesem Motto gelebt – bis sie ausgerechnet am Tag ihrer Silberhochzeit vor den Scherben ihrer Ehe steht. Als wäre das nicht genug, verliert Caro nach dem Mann auch noch ihren Job, ihr Sohn Felix baut ordentlich Mist, und Caros esoterisch angehauchte Hippie-Mutter Flora kommentiert all das mit nervigen Kalendersprüchen.

Zu Glück sind Caros beste Freundin Sylvia und die Lotsenwitwe Hedwig zur Stelle, um mit Humor und guten Ratschlägen Caros Kampfgeist zu wecken. Denn wenn etwas unwiderruflich kaputt ist, muss frau es schließlich irgendwann ersetzen, oder nicht?

Meine Meinung:

Gabriella schreibt wieder ein humorvolles Buch. Ihre Protagonistin in diesem Buch ist Caro, die noch einmal ganz von vorne anfangen muss. Es ist lustig, wie Caro mit ihrem Espressokocher „Renato“ spricht. Die Kapitänswitwe Hedwig finde ich sehr sympathisch, weil sie mit ihrer ruhigen und besonnenen Art alle erdet. Als ihr Bald-Ex Mann wieder bei Caro einziehen will, beschießt sie, es ihm und auch ihrem Sohn nicht zu bequem zu machen. Die Farben auf dem Cover haben mich sofort angesprochen, da es sowas norddeutsches ausstrahlt.

Zitat:

Wer bekommt das Sorgerecht für den gemeinsamen Freundeskreis? (Seite 85)

Fazit: Gabriella ist ein locker leichter Sommerroman gelungen, in dem man sich verlieren kann. Was für ein Ende. Seufz! Da geht einem echt das Herz auf. Gabriella kann definitiv lustig schreiben.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Lesemonat März 2022

Es geht wieder aufwärts. Inzwischen merke ich, dass ich wieder mehr Seiten schaffe zu lesen.

Im März habe ich gelesen:

Dein perfektes Jahr – Charlotte Lucas (beendet)

Der Zug der Nonnengänse – Franka Michels (beendet)

Das Paket – Sebastian Fitzek

gelesene Bücher: 3

angefangene Bücher: 2

gelesene Seiten: 818

Lesemonat Februar 2022

Nun ist der Februar auch schon wieder vorbei.

Im Februar habe ich gelesen:

Someone Else – Laura Kneidl (beendet)

gelesene Bücher: 1

angefangene Bücher: 2

gelesene Seiten: 733

Rezension „Klugscheißer Royale“ – Thorsten Steffens

(2021)

Klappentext:

Timo Seidel ist 28 Jahre alt und führt ein Leben ohne jegliche Ambitionen. Anstatt wie seine Freunde Karriere zu machen, ist er in seinem Studentenjob hängengeblieben. Dementsprechend uninspiriert für er seine Arbeit aus, so dass er fristlos entlassen wird. Zu allem Überfluss hat seine Freundin Cleo beschlossen, sich von ihm zu trennen. Nun steht er also da: Ohne Freundin, ohne Job, ohne Geld und ohne Perspektive. Aus heiterem Himmel bietet sich ihm jedoch eine außergewöhnliche Offerte: Er bekommt einen befristeten Arbeitsvertrag als Lehrer. Nun ist es also offiziell: Für die kommenden sechs Monate darf Timo staatlich beauftragter Klugscheißer sein. Im öffentlichen Dienst! Vom Staat angeheuert wie James Bond! Quasi 007 Klugscheißer Royale! Schnell muss er allerdings feststellen, dass der Lehrerberuf doch ein wenig schwieriger ist als ursprünglich gedacht…

Meine Meinung:

Manchmal muss ich wohl aus meiner Lesekomfortzone raus, um zu erkennen, dass ich bei meinen bevorzugten Genres bleiben soll. Der Autor schreibt mich an und fragt, ob ich sein Buch lesen will. Vom Klappentext her hört sich das Buch ganz gut an, also stimme ich zu es zu lesen. Vom Schreibstil her gefällt es mir gut, deswegen habe ich es auch zu Ende gelesen. Normalerweise laufe ich an solchen Büchern vorbei. Es hat mich an manchen Stellen schmunzeln lassen, aber meistens eher aufgeregt durch die grauen Kästchen mit den Erklärungen.

Zitat:

„Du bist quasi vom Hotel Mama direkt ins Hotel Cleo gezogen.“ (Seite 25)

Fazit: Es ist nie zu spät für Veränderungen. Man muss sie nur endlich in Angriff nehmen.

Vielen Dank an Thorsten Steffens für das Rezensionsexemplar.

Dieses Buch bekommt von mir drei Lesemäuse.

Rezension „Der Nordseehof – Als wir den Himmel erobern konnten (3)“ – Regine Kölpin

(2021)

Klappentext:

„Sie brauchte die Weite und Einsamkeit der ostfriesischen Landschaft“

1993: Eigentlich stehen Feemke alle Wege offen, jeder Beruf könnte ihrer, jedes Land ihre Heimat sein. Doch nur in der rauen Landschaft des Nordens fühlt sie sich zu Hause. Erst langsam wird ihr klar, dass bleiben manchmal genauso viel Mut kostet wie wegzugehen.

Meine Meinung:

Endlich der fulminante Abschluss der Nordsee Trilogie. Was habe ich ihm entgegengefiebert, auch wenn es mir ein bisschen Angst macht, den Nordseehof literarisch wieder verlassen zu müssen.

Ein bisschen irreführend finde ich den Klappentext. Als Leserin erwarte ich, dass die Handlung nun im Jahr 1993 weitergeht. Weit gefehlt. Es beginnt bereits 1981 (meinem Geburtsjahr) und ich als Leserin darf Feemke durch ihre Kindheit begleiten.

Das Leben auf dem Nordseehof geht weiter. Zwischen ausgebüchsten Schafherden, Liebe und Intrigen geht es auch politisch zu. Adda geht immer noch gerne auf Friedensdemos und lässt ihre fünfjährige Tochter Feemke solange bei Johanna und Rolf. So lernt Feemke den Nordseehof kennen.

Der Nordseehof ist so viel mehr. Er ist Heimat für eine Generation von Familie. Er ist ein Zufluchtsort und sorgt für den Zusammenhalt der Familie. Kann aber auch für mächtig Reibereien sorgen, weil so ein Hof viel Arbeit macht. Diese Trilogie macht süchtig wie eine Serie im Fernsehen. Man fiebert mit den Figuren, weint mit ihnen oder freut sich mit ihnen.

Zitat:

„Über Feemkes Gesicht glitt ein Strahlen. „Bin ich auch eine Frau vom Nordseehof?““ (Seite 48)

Fazit: Ich habe diese Autorin erst sehr spät entdeckt, aber ich bin froh, dass sie mich restlos mit ihren Büchern überzeugen kann. Sie macht mich nach dem Ende der Trilogie sprachlos.

Vielen Dank an Regine Kölpin für das Rezensionsexemplar.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.