Archive for the ‘Rezensionen’ Category

Rezension „Das Weihnachtslied“ – Angelika Schwarzhuber

(2019)

Klappentext:

Wenn das Weihnachtslied erklingt, werden alle Herzen höher schlagen…

Mia probt für das weihnachtliche Schulkonzert, als der neue Musiklehrer Daniel sie von heute auf morgen ersetzen soll. Dann stirbt auch noch überraschend ihr geliebter Vater. Valerie reist von New York an den Chiemsee, um ihrer Zwillingsschwester Mia beizustehen. Den Schwestern fällt es schwer, nach den langen Jahren, in denen sie seit der Scheidung der Eltern getrennt waren, wieder zur alten Vertrautheit zu finden. Noch nicht einmal ihr gemeinsamer Freund Sebastian kann vermitteln. Da entdeckt Mia Noten für ein geheimnisvolles Weihnachtslied, das ihr Vater einst geschrieben hat. Und damit beginnt sich alles zu verändern…

Meine Meinung:

Eine Rezension über ein Weihnachtsbuch im Juli zu schreiben… Verrückt, aber wahr. Ein wundervoller Roman über die Liebe zur Familie. Schließlich schreiben die Autoren ihre zukünftigen Weihnachtsromane auch im Sommer, die dann im Oktober/November erscheinen.

Ein ernstes Thema sehr gut umgesetzt. Ich musste das eine oder andere Mal schlucken beim Lesen. Das Schicksal von Mias Vater ging mir sehr nahe. Die Versöhnungsversuche von Mias Schwester berührten mich schon sehr. Überhaupt das ganze Buch. Die Cover von Angelika Schwarzhuber sprechen mich schon sehr an, gerade weil sie so schön glitzern. Das allein faszinierte mich nicht nur an dem Buch. Da ich gerne singe, war ich gespannt, was es mit dem Weihnachtslied auf sich hatte. Ich konnte mir die Szene im Buch gut vorstellen, wie der Chor das Lied singt, denn ich habe eine gute Fantasie.

Wird es Mia gelingen, ihrer Schwester zu verzeihen und wie viel empfindet sie wirklich für Sebastian? Was wird sie mit dem gefundenen Weihnachtslied machen? Das müsst ihr wie immer selbst nachlesen.

Zitat:

Albert hatte Alzheimer. (Seite 19)

Fazit:

Das Ende hat Gänsehautpotenzial, einfach schön. Es ist schon das zweite Buch, das ich von Angelika Schwarzhuber gelesen habe. Sollte ein weiteres Weihnachtsbuch dieses Jahr erscheinen, werde ich es bestimmt auch mit Vergnügen lesen.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Seeluft macht glücklich“ – Janne Mommsen

(2019)

Klappentext:

Jasmin ist Mitte dreißig und lebt in Köln. Freunde wissen, dass sie früher mal ein glücklicher Mensch war, aber in letzter Zeit ist sie nicht gerade eine rheinische Frohnatur. Nach einem Wasserrohrbruch beschließt sie, nach Föhr zu reisen, das sie aus Teenagerzeiten kennt. Damals war sie unsterblich in einen Insulaner verliebt. Vielleicht lebt der Sönke ja noch dort.

Doch statt auf ihre Jugendliebe trifft Jasmin auf einen jungen Mann namens Thore. Er ist seit kurzem Single und will am liebsten sofort weg von der Insel. Wie praktisch, dass Jasmin bereits auf der Fähre den Plan gefasst hat, sich eine längere Auszeit zu nehmen: Jasmin und Thore tauschen einfach die Wohnungen. Er geht nach Köln, sie bleibt auf Föhr.

Und so beginnt der Sommer ihres Lebens.

Meine Meinung:

Föhr! Was für eine schöne Insel! Damals ging meine erste Klassenfahrt auf die Insel ins Landschulheim. Nach 25 Jahren bin ich wieder auf die Insel gefahren. Sie hat mich verzaubert. Außerdem hatte ich lange kein Buch mehr von Janne Mommsen gelesen und allein das Cover machte schon Lust, dieses Buch zu lesen.

Zum Buch:

Jasmin arbeitet in der Verwaltung eines Kölner Krankenhauses. Sie wird von ihrem Chef zu einem achtwöchigen Erholungsurlaub gezwungen. Als bei ihr in der Wohnung ein Wasserrohrbruch ist, beschließt sie nach Föhr zu fahren. Als Teenager war sie in Sönke verliebt und hofft, ihn dort wiederzutreffen. Auf der Fähre begegnet sie Thore, der von der Insel stammt und der auch gerade unzufrieden mit seiner Situation ist. Also tauschen sie spontan die Wohnungen. Als Jasmin mit dem Fahrrad unterwegs ist, trifft sie auf Inge Hansen. Inge bringt gerne Menschen zusammen und möchte Jasmin gerne verkuppeln, was die wiederum nicht möchte.

So jemanden hätte ich bis vor 2 Jahren auch noch gut gebrauchen können, ist jetzt aber nicht mehr nötig, weil ich wieder glücklich vergeben bin. 😉

Wenn ich eine Wohnung in Köln hätte, würde ich auch sofort tauschen, wobei ich das Stadtleben mag, denn ich lebe selber in einer.

Wird Jasmin ihr Glück in diesem Sommer auf Föhr finden und was macht Thore in Köln? Wenn ihr das wissen wollt, müsst ihr es wie immer selber lesen.

Zitat:

Es hätte ja nicht gleich Venedig sein müssen. Flensburg, Husum oder Kiel hätten genügt. (Seite 15)

Fazit: Diese Geschichte ist mal was ganz anderes als die Oma-Bücher, die ich bisher vom Autor kenne. Teilweise ist die Handlung ziemlich vorhersehbar. Es macht Lust, sofort auf die Insel Föhr zu fahren, da bei dem Buch auch sehr viel Lokalkolorit dabei ist. Wenn man einmal auf Föhr war, möchte man da immer wieder hin. Ein Wohlfühlroman, bei dem man sich einfach an die Nordsee träumen kann.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Kranichland“ – Anja Baumheier

(2019)

Klappentext:

Unser geteiltes Leben

Die Groen-Schwestern wachsen im Ost-Berlin der sechziger Jahre heran. Unterschiedlicher könnten die beiden Mädchen nicht sein: Charlotte, die ältere, brennt ebenso für den Sozialismus wie ihr Vater Johannes, der am Ministerium für Staatssicherheit Karriere macht. Die künstlerisch begabte Marlene dagegen eckt überall an und verliebt sich Hals über Kopf in den Pfarrerssohn Wieland, der die DDR kritisch hinterfragt. Mit jedem Tag wächst die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit. Als das Paar beschließt, in den Westen zu fliehen, trifft Marlenes Vater eine Entscheidung – mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Wow! Was für ein Buch! Die Autorin erzählt so geschichtsträchtig von den Ereignissen in der DDR, dass man sich dem nicht entziehen kann. So spannend, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Sie wird auch deswegen gehalten, weil es immer Cliffhanger gibt, bei denen ich einfach wissen musste, wie es weitergeht.

Worum geht es in dem Buch? Die Geschichte spielt sich innerhalb von 80 Jahren und über mehrere Generationen ab. Marlene hinterlässt Theresa eine Liegenschaft (Grundstück, Anwesen) in Rostock. Theresa wundert sich, warum sie etwas geerbt haben soll, da sie ihre Schwester Marlene gar nicht gekannt hat. Mit ihrer anderen Schwester Charlotte macht sie sich auf die Spurensuche. Von ihrer Mutter erhofft sie sich keine Informationen, weil die an Demenz erkrankt ist. Gerade die Rückblenden fand ich sehr spannend, weil ich als Leserin so die Hintergründe erfuhr, zu Ereignissen, die es später gab. Eine rundum gelungene Familiengeschichte vor dem Hintergrund der DDR. Grandios!

Zitat:

War es möglich, dass ein Unbekannter, der ihr seinen Schal gegeben hatte, ihren Herzschlag derart in Aufregung versetzte? (Seite 33)

Fazit: Ein tolles Buch. Früher habe ich solche Bücher gerne gelesen. Jetzt muss ich erst wieder rein finden. Innerhalb von zwei Wochen hatte ich das Buch durch. Das spricht eindeutig für das Buch und meine Begeisterung. Eigentlich wollte ich dieses Jahr nach Berlin fahren, was wegen der Pandemie nicht möglich ist. Vielleicht im nächsten Jahr. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch verfilmt wird. Geschichtliches kommt immer gut an.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Mandelblütenliebe“ – Anja Saskia Beyer

(2019)

Klappentext:

Ein kleiner Souvenirladen, eine geheimnisvolle Vergangenheit und der Duft nach Mandelblüten

Milla steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Paul, als sie plötzlich vom Tod ihrer spanischen Großmutter Abbigail erfährt und deren kleinen Souvenirladen auf Mallorca erbt. Es ist das erste Mal, dass Milla von Abbigail hört. Warum hat ihre Mutter sie bloß all die Jahre verschwiegen? Milla reist nach Palma und versucht Antworten zu finden. Zwischen engen Altstadtgassen und himmlischen Stränden erfährt sie von Abbigails großer Liebe in den Fünfzigerjahren und der vergessenen jüdischen Vergangenheit der Insel, und sie trifft Leandro…

Meine Meinung:

Was bietet sich besser an, einen Roman, der auf Mallorca spielt, auch auf Mallorca zu lesen zu beginnen? Ich war letztes Jahr das erste Mal genau wie die Protagonistin des Romans auf der Insel. Eine sehr schöne Insel. Vom Cover und Buchtitel her hatte ich einen typischen Frauenroman erwartet und wurde überrascht, denn dem ist nicht so.

Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Einmal 1956 aus der Sicht von Abbigail und einmal 2016, fünfzig Jahre später, aus der Sicht von Milla, deren Enkelin. Sie weiß nicht, dass sie von der Insel stammt und will herausfinden, warum ihr ein Souvenirladen auf der Insel vermacht wurde. Das fand ich sehr spannend, denn ich mag solche Bücher, die einmal in der Vergangenheit und in der Gegenwart geschrieben sind.

Zitat:

Milla kam zu sich und erblickte eine brünette Frau Ende vierzig in Begleitung eines Mopses. (Seite 8)

Fazit: Eine sehr bewegende Geschichte, die euch garantiert erschauern lässt. Gänsehaut garantiert!

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Unter einem Dach“ – Anneke Mohn

(2019)

Klappentext:

Familie ist nichts für Feiglinge

Dana liebt ihre Job an der Uni, das Leben im Hamburger Grindelviertel – und Mattis. Dass ihr neuer Freund Kinder aus früheren Beziehungen hat, macht ihr nicht viel aus. Aber das Zusammenleben gestaltet sich weitaus komplizierter als gedacht. Als Mattis eine renovierungsbedürftige Villa am Hamburger Stadtrand kauft und kurz darauf Maren, seine Ex, vorübergehend mit ihren beiden Kindern bei ihnen einzieht, ist es mit der Harmonie vorbei: Die eine Tochter scheint fest entschlossen, Papas neue Freundin zu hassen, die andere verbreitet auf Schritt und Tritt Unordnung. Und Maren sieht die Trennung von Mattis offenbar nicht als endgültig an. Das Leben in der Patchworkfamilie wird zur Belastungsprobe. Wo hört das Chaos auf, wie beginnt das Glück?

Meine Meinung:

Das Cover und der Klappentext haben mich gleich angesprochen, weil die Protagonistin Dana – genau wie ich – an der Uni arbeitet. Familiengeschichten gehen immer, denn die lese ich zu gerne. Auch hier hatte ich das Gefühl, mittendrin zu sein bei Dana und Mattis. Dana hat das Gefühl, neben Maren, Mattis Exfrau, das fünfte Rad am Wagen zu sein, weil Maren sich in alles einmischt und sie glaubt, dass sie und Mattis noch eine Chance haben, ihre Ehe zu retten. Dabei ist er schon längst wieder neu verliebt. In Dana.

Mattis will alle unter einem Dach vereinen, damit er seine Lieben immer um sich hat. Das passt Dana überhaupt nicht. (Ganz ehrlich, ich würde auch nicht mit der Ex meines neuen Freundes unter einem Dach wohnen wollen).

Zitat:

Mit Herz, Humor und Geduld würde sich alles finden, das hatten schon ganz andere geschafft. (Seite 41)

Fazit: Pures Lesevergnügen und eine wichtige Botschaft zugleich. Ein schöner Familienroman, der zeigt, dass Patchworkfamilie nicht heißt, dass jeder sich mit sich selbst beschäftigt.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „When it´s real – Wahre Liebe überwindet alles“ – Erin Watt

(2019)

Klappentext:

Ein normales Mädchen. Ein weltberühmter Popstar. Ist es Liebe oder Lüge?

Stell dir vor, der attraktivste Popstar aller Zeiten steht plötzlich vor deiner Tür. Und bietet dir Geld, damit du für die Presse seine Freundin spielst.

Viel Geld, das du dringend brauchen kannst, um deinen jüngeren Geschwistern das College zu bezahlen. Eigentlich solltest du nicht zögern. Doch leider ist der weltberühmte Sänger der arroganteste Typ, der dir je begegnet ist. Und leider will sein Manager, dass du für den Job dein Leben komplett aufgibst. Ein ganzes Jahr lang soll sich alles nur um Glitzer, Glamour und Gerüchte drehen. Mit dir im Rampenlicht. Wie würdest du dich entscheiden – für die Lüge oder die Liebe?

Meine Meinung:

Einmal im Jahr muss es auch so ein Buch sein. Das Cover glitzert so schön, jedenfalls das Herz. Das hat mich sofort angesprochen. Manchmal bin ich auch eine Coverkäuferin. Die ersten 100 Seiten lesen sich wie ein ganz normaler Jugendroman. Der Schreibstil ist toll. Ein ganz normales Mädchen taucht ein ins Rampenlicht und ein Musikstar lernt das ganz normale Leben kennen. Normalerweise hätten sich Oakley und Vaughn nie kennengelernt. Er taucht in ihre Welt ein und sie in seine und plötzlich erkennt er, dass das Leben fernab des Rampenlichts auch seine gewissen Vorteile hat und was es bedeutet, füreinander da zu sein und sich auf jemanden einzulassen und nicht gleich wegzustoßen. Eine tolle Liebesgeschichte mit Happy End Garantie.

Ich bin nicht so ein Fan von Social Media. 2017 habe ich auf der Frankfurter Buchmesse bei einer Challenge mitgemacht, die mir überhaupt nicht gut bekommen ist. Mir war abends richtig schlecht vom so vielen Benutzen des Handys.

Zitat:

„Ich habe also eine heimliche Affäre mit meiner Freundin? Klingt irgendwie heiß.“ (Seite 80)

Fazit: Wir sollten uns alle nicht so viel mit Social Media beschäftigen, sondern mehr in der realen Welt leben. Die ist viel schöner und wertvoller als die virtuelle. Geht doch mal wieder bewusst durch den Wald, lauscht den Geräuschen und nehmt die Gerüche in euch auf. Ihr werdet staunen, was ihr alles im Wald entdecken könnt.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension: „Der Näher“ – Rainer Löffler

(2019)

Klappentext:

Ein Thriller wie ein Stich ins Herz

In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet seine Opfer nicht nur, er pflanzt ihnen auch etwas in den Körper…

Meine Meinung:

Dies ist mein erstes Buch von Rainer Löffler und den Fallanalytiker Martin Abel. In diesem Fall muss er bei der Aufklärung von verschwundenen und ermordeten schwangeren Frauen mithelfen. Ich muss sagen: Oh mein Gott! Endlich hat mich ein Thriller so richtig in seinen Bann gezogen. Seit gefühlten Jahrzehnten habe ich keinen Thriller mehr gelesen. Vielleicht hätte ich dieses Buch überhaupt nicht beachtet, wenn Sabine es mir nicht empfohlen , ja sogar ans Herz gelegt hätte.

Während ich das Buch gelesen habe, bekam ich immer wieder Schnappatmung bei so mancher Szene. Das ganze Buch über verliert die Handlung nicht an Spannung. Teilweise waren einige Szenen so grausam, dass ich immer wieder Lesepausen einlegen musste. Am unsympathischsten fand ich Kommissar Borchert. Martin Abel dagegen kam ein bisschen verrückt, aber sehr sympathisch bei mir an.

Zitat:

Saskia Mayens gespieltes Selbstvertrauen zerstob in tausend Stücke. (Seite 16)

Fazit: Einfach wow! Bitte mehr Bücher dieser Sorte! Ja, ich brauche auch gelegentlich solchen Nervenkitzel. Einfach nur ein sehr guter Thriller.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Hummeln im Herzen“ – Petra Hülsmann

(2019)

Klappentext:

Von der Liebe darfste dich nich feddich machen lassen-

diesen weisen Rat hört Lena gleich mehrmals von Taxifahrer Knut. Aber leichter gesagt als getan, wenn der Verlobte eine Niete und der Job wegen eines äußerst peinlichen Fehlers plötzlich ein Ex-Job ist. Für Selbstmitleid bleibt Lena aber sowieso kaum Zeit. Ihr Leben muss dringend generalüberholt werden, und außerdem zieht ausgerechnet sie als Ordnungsfanatikerin in die chaotische WG ihrer besten Freundin. Vor allem Mitbewohner Ben nervt! Der ist nämlich nicht nur unglaublich arrogant, sondern auch ein elender Womanizer. Umso irritierter ist Lena, als ihr Herz beim Gedanken an ihn immer öfter auffällige Aussetzer hat…

Meine Meinung:

Auf der Frankfurter Buchmesse 2014 war ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dort war nämlich Petra Hülsmann am Stand von Bastei Lübbe wegen eines anderen Termins und da konnte ich mir hinterher noch mein Buch signieren lassen. Zufälle gibt´s…

Die Hummel auf dem Cover ist herzallerliebst. Das Schwarz auf dem Cover ist aus Samt, da kann man so wunderbar darüberstreichen…Gut, ich schweife ab. Weiter im Text. So einen Taxifahrer wie Knut würde ich auch gerne mal kennenlernen. Immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Da sind die norddeutschen Taxifahrer ganz anders.

Alles, was zu nah am Leben ist, löst bei mir ein beklemmendes Gefühl aus. Das ist ganz normal und das ist auch gut so.

Zitat:

„Na ja, du bist süß. Tapsig. Man hat eher das Bedürfnis, dir die Nase zu putzen, als dich flachzulegen.“ (Seite 96)

Fazit: Dieser Debütroman ist pures Lesevergnügen, bei dem auch die eine oder andere Träne nicht fehlen darf. Einfach in die Geschichte hineinfallen lassen und genießen. Sehr empfehlenswert!

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ – Britta Sabbag

(2019)

Klappentext:

Wenn du den roten Faden verloren hast, halt nach einem anderen Ausschau – vielleicht ist deiner bunt!

Antonias Leben ist perfekt. Bis ihre Mutter sie dazu verdonnert, ein paar Tage auf ihren schrulligen und leicht senilen Stiefvater aufzupassen. Dabei hat die Karrierefrau für so etwas nun wirklich keine Zeit. Schließlich steigt sie gerade zur Partnerin in einer Unternehmensberatung auf und will ihren langjährigen Freund und Kollegen heiraten. Widerwillig macht sie sich auf den Weg in ihr Heimatkaff, um sich um den eigenwilligen Walter zu kümmern. Bald steht ihr ganzes Leben Kopf. Oder lernt sie vielleicht gerade erst zu leben?

Meine Meinung:

Hach. Warum habe ich dieses tolle Buch eigentlich so lange vernachlässigt?

Die Karrierefrau Antonia soll auf dem Land ihren senilen Stiefvater betreuen, wozu sie so gar keine Lust drauf hat. Eigentlich wollte sie nichts mehr mit ihrem Heimatdorf zu tun haben. Ich konnte mich gut in diese Situation hineinversetzen. Seit ich vor 18 Jahren aus meinem Heimatkaff weg bin, war ich vielleicht dreimal oder so da. Ein Buch zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Der Titel des Buches ist tatsächlich Program, denn es kommt tatsächlich ein Ponyhof drin vor, soviel sei verraten. Oder Walter hat zum Beispiel eine Buchhandlung komplett umsortiert, um nur einen Schlamassel zu nennen, in den sich Walter immer wieder hineinreitet. Wie ihr wisst, kommt immer alles anders, als man denkt. Also seid gespannt und lest dieses Buch. Es lohnt sich!

Ein tolles Daumenkino in Form eines Zebras ist auch wieder im Buch vorhanden Ich mag Daumenkinos. Sie machen das Leben einfach liebenswerter. Gerade in schwierigen Zeiten, wobei letztes Jahr, als ich das Buch gelesen habe, keine schwierige Zeit war. Da wussten wir noch nicht, was auf uns in diesem Jahr zukommt. Zum Glück!

Zitat:

„Ich nahm den Schlüssel entgegen und spurtete, so schnell es in meinen High Heels eben ging, zum Ausgang.“ (Seite 20)

Fazit: Das Buch war schneller beendet, als mir lieb war. Es ist so toll. Ich mag die Bücher von Britta Sabbag sehr. Ist das Leben nicht manchmal doch wie ein Ponyhof? Hat nicht jeder irgendwo einen Walter in der Familie?

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Immer wieder im Sommer“ – Katharina Herzog

(2019)

Klappentext:

Vom Mut, das Glück wiederzufinden

Zweimal hat Anna ihr Herz verloren: Einmal an Max, doch die Ehe ging vor fünf Jahren übel in die Brüche. Und dann war da Jan…die unvergessene Liebe eines Jugendsommers. Schon lange fragt sie sich, was aus ihm geworden ist. Als sie erfährt, dass er auf Amrum wohnt, beschließt die sonst so vernünftige Anna spontan, mit ihrem VW-Bus gen Küste zu fahren. Doch dann meldet sich ihre Mutter, zu der sie seit 18 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, mit schlimmen Nachrichten und einer großen Bitte. Am Ende sitzen nicht nur Anna und ihre Mutter zusammen im Auto, sondern auch ihre beiden Töchter – und Max…

Meine Meinung:

Ein Buch, bei der die Handlung auf Amrum spielt. Ja, okay, schon wieder ein Inselbuch. Das Cover macht mit dem blau auch Laune, denn das ist eine meiner Lieblingsfarben. Das Buch las ich schon weit vor meinem Urlaub, der auch einen Abstecher nach Amrum beinhaltete, denn endlich hatten Sabine und ich letztes Jahr Zeit, von Föhr nach Amrum zu fahren. Wir waren das erste Mal dort. Das Wetter war sonnig, aber es herrschte ein kalter Wind. Insofern passt das Buch hervorragend zu mir. Ich oute mich hiermit als Küstenfan, denn ich lebe ja auch an der Ostseeküste. Amrum ist toll.

Zitat:

„Anna schlug das Buch auf. „Immer wieder im Sommer auf Amrum“, stand über der ersten Seite.“ (Seite 308)

Fazit: Katharina Herzog hat einen Roman geschrieben, der Lust auf die Insel macht und die Sehnsucht weckt bzw. wachhält. Einfach lesen und abtauchen! Es lohnt sich!

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.