Archive for the ‘Rezensionen’ Category

Rezension „Brausepulverherz“ – Leonie Lastella

(2020)

Klappentext:

Wenn das Herz kribbelt und bitzelt wie Brausepulver au der Zunge

Jiara lebt eigentlich in Hamburg, jobbt aber den Sommer über in einer Trattoria an der italienischen Riviera. Ihr ansonsten so strukturiertes Leben steht Kopf, als sie Mio trifft. Na ja, von einem „Treffen“ kann hier nicht die Rede sein, eher von einer Explosion, einem Tsunami, einem Feuerwerk. Nein, Letzteres wäre dann doch zu kitschig.

Sofort ist da dieses Knistern und Kribbeln. Nur manchmal fühlt es sich eher an wie kleine Stromschläge – so grundverschieden sind die beiden. Und eigentlich darf das alles nicht sein: Jiara hat einen Freund, ein Leben und eine Zukunft in Hamburg – oder?

Meine Meinung:

Da ich dieses Buch schon länger bei mir stehen hatte, freute ich mich sehr darauf, es endlich zu lesen. Das kann man schön locker weg lesen und es entführt einen mit seiner Atmosphäre nach Italien. Dem war nicht so, wie ihr unten an meinem Fazit sehen könnt. Das Cover finde ich toll, denn es weckt eine Sehnsucht nach Urlaub.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, einmal aus der Sicht von Jiara und aus der von Milo. Das finde ich gut, denn ich mag so etwas gerne. Die Handlung spielt neben Italien auch in Hamburg.

Die Szene im Buch, in der Jiara und Milo auf dem Berg sitzen, konnte ich mir bildlich gut vorstellen. Ich selber würde es mich nicht trauen, in einen Abgrund zu schauen, da ich Höhenangst habe. Es gab den einen oder anderen Gänsehautmoment, jedoch zog sich die Handlung in die Länge. Ich habe es deshalb nicht abgebrochen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet.

Der Leser lernt mehr über Milos familiären Hintergrund.

Fühlt sich die Zukunft für Jiara noch richtig an oder wird sie in eine neue starten?

Zitat:

Er sieht mich noch immer nicht an, aber die leichte Brise, die über die Gipfel der Berge streicht, trägt seine Worte zu mir. „Glaub mehr an dich.“ (Seite 93)

Fazit: Eine sehr spannungsgeladene Geschichte, die Lust auf Italien macht. Das Buch ist zwischendurch sehr poetisch geschrieben und hat ein versöhnliches Ende. Es kann jedoch sein Versprechen nicht halten, dass es ein Jahresvorrat an Glück ist. Ich persönlich muss meinen Jahresvorrat jedenfalls noch anhäufen.

Dieses Buch bekommt von mir vier Lesemäuse.

Rezension „Die Fliedertochter“ – Teresa Simon

(2020)

Klappentext:

Eine geheimnisvolle Schneekugel.

Das Erbe einer starken Frau.

Eine Liebe, die sich nie erfüllt hat.

Berlin 1936. Die Sängerin Luzie Kühn steht ganz am Anfang ihrer Karriere und träumt von einem Leben im Rampenlicht. Doch als Jüdin fühlt sie sich nicht mehr sicher und verlässt Berlin in Richtung Wien. Sie verliebt sich in den charismatischen Bela Król und schwebt im siebten Himmel, doch schon bald wird klar, dass Luzie auch in Wien nicht sicher ist…

Berlin 2018. Paulina Wilke wird von ihrer mütterlichen Freundin Antonia gebeten, in Wien ein Erbstück für sie abzuholen. Sie ahnt nicht, dass die Reise nach Wien ihr Leben verändern wird…

Meine Meinung:

Als Jugendliche habe ich solche Bücher gerne gelesen, geradezu verschlungen. Nun, nach gefühlt 20 Jahren, kann mich dieses Genre wieder begeistern. Damals (1997) war ich auf Klassenfahrt in der KZ-Gedenkstätte Dachau, wo wir unter anderem auch einen Film darüber geguckt haben. Mich schockierten und bewegten die Bilder mit sechzehn sehr.

Die Handlung spielt sich zwischen 1936 (Zweiter Weltkrieg, Judenverfolgung) und 2018 in Wien ab und deswegen muss man den Dialekt mögen. Gerade dass es sich hier um eine geheimnisvolle Schneekugel dreht, reizte mich das Buch zu lesen. Die Tagebucheinträge fand ich am Anfang etwas verwirrend, doch zum Schluss ergab alles einen Sinn. Ich bin froh, in einer anderen Zeit zu leben, wobei jede Zeit irgendwie seine Sonnen- bzw. seine Schattenseiten hat.

Wird Pauline das Geheimnis um Luzie und ihre Familie entschlüsseln können und was hat ihre Freundin Antonia damit zu tun? Diese spannende Frage könnt ihr lösen, indem ihr das Buch lest.

Zitat:

Doch wie hätte ich mich noch von ihm trennen können, als ich nach Wochen widerlichster Übelkeit zum ersten Mal in mir sein zartes Flügelschlagen wie ein freundliches Hallo gespürt habe? (Seite 12)

Fazit: Der Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart fasziniert mich an solchen Büchern. Ein gut recherchierter, durchdachter Roman. Das war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und es wird bestimmt nicht mein letztes sein. Sie hat einen guten Schreibstil, der einen nur so durch die Geschichte fliegen lässt.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Tütensuppenglück“ – Kristen Bailey

(2020)

Klappentext:

Das Rezept zum Glück

Übermüdet und gestresst erledigt Jools am Montagmorgen den Großeinkauf für ihre sechsköpfige Familie. Im Einkaufswagen landen auch Fischstäbchen und Muffins.

Als sie von dem bekannten Fernsehkoch Tommy McCoy wegen des fehlenden Bio-Gemüses vorgeführt und als Rabenmutter beschimpft wird, platzt ihr der Kragen. Sie lässt ihren ganzen Frust über den Alltagsstress mit vier Kindern raus: Nein, sie backt ihr Brot nicht selbst, und von Quinoa hat sie auch noch nicht gehört. Aber sie liebt ihre Kinder über alles – auch wenn sie ihr manchmal maßlos auf die Nerven gehen.

Jools ahnt nicht, dass ihre Schimpftirade als Video im Internet landet und sie dort viel Zuspruch von anderen Müttern erfährt. McCoy hingegen gönnt ihr die mediale Aufmerksamkeit nicht – und fordert sie zu einem Kochwettbewerb heraus…

Meine Meinung:

Dieses Buch wurde mir von meinem Kollegen empfohlen. Erst einmal vorweg: Das Buch ist nichts für Vegetarier, denn im Buch wird sehr viel mit Fleisch gekocht. Mir hat dieser Roman trotz allem sehr gut unterhalten. Warum? Die Medienpräsenz steht hier sehr im Fokus. Wie Medien eine regelrechte Hetze auf Menschen ausüben. Außerdem wird hier, finde ich, sehr die Stellung der Mütter beleuchtet. Die Handlung spielt fast überwiegend am Küchentisch der Familie und es dreht sich viel ums Essen, was gut zum Cover passt. Möchtet ihr so wie Jools beim Einkaufen kritisiert werden und euch mit einem TV Koch streiten? Ich jedenfalls nicht. Wie sie den Alltag meistert und mit den alltäglichen Herausforderungen zurechtkommt, das müsst ihr selber nachlesen.

Zitat:

Das Leben, die Familie ist wichtiger als irgendeine launenhafte Schwärmerei für jemand Verflossenes. (Seite 273)

Fazit: Eine sehr schöne Familiengeschichte, die zeigt, dass Familie eben doch das Wichtigste ist. Der Familienzusammenhalt steht hier immer im Vordergrund, was ich sehr gut finde. Wer etwas zum Schmunzeln und einfach weg lesen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Ich habe es auch schon an meine beste Freundin verschenkt, weil ich denke, dass sie das Buch auch sehr gut finden wird.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension: „Die stille Kammer“ – Jenny Blackhurst

(2020)

Klappentext:

Alle sagen, ich sei eine Mörderin. Doch kann ich ihnen wirklich trauen?

Mein Name ist Emma Cartwright. Noch vor drei Jahren war ich Susan Webster – jene Susan Webster, die ihren zwölf Wochen alten Sohn Dylan getötet hat. Fast drei Jahre verbrachte ich in der Forensischen Psychiatrie. Seit vier Wochen bin ich wieder draußen. Unter neuem Namen lebe ich nun in einer Stadt, wo niemand von meiner dunklen Vergangenheit weiß.

Doch heute Morgen erhielt ich einen Brief, adressiert an Susan Webster. In dem Umschlag befand sich das Foto eines dreijährigen Jungen, auf der Rückseite standen die Worte:

Dylan – Januar 2013

Kann es sein, dass mein geliebter Sohn noch lebt?

Meine Meinung:

Am Anfang kam ich sehr gut in die Geschichte rein. Sie zog mich förmlich in ihren Bann und durch die kurzen Kapitel fiel es mir leicht, auch mal abends mit einem Kapitel abzuschließen und nicht mittendrin aufhören zu müssen. Das Cover hat mich förmlich zum Kauf verführt, denn der Schmetterling passt sehr gut dazu.

Der Thriller spielt nach dem Aufenthalt in Oakdale. Nick, Cassie und Susan versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen, was wirklich passiert ist. Das macht die Story so unheimlich spannend. Der Thriller spielt zwischen 1987 und 2013.

Zitat:

Ich werde die Vergangenheit ausgraben und hoffe nur, dass mein Spaten nicht auf allzu viele Skelette stößt. (Seite 63)

Fazit: Die Autorin hält das Spannungsniveau bis zum Schluss sehr hoch. Gänsehaut pur! Dieses Buch gruselt und fasziniert mich zugleich. Ein echter Pageturner.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Finding Back to Us“ – Bianca Iosivoni

(2020)

Klappentext:

Denn er ist ihr Stiefbruder

Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person, die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder…

Meine Meinung:

Nachdem mich das Buch „Der letzte erste Blick“ der Autorin begeistern konnte, war ich gespannt auf dieses Buch. Es ist ursprünglich unter dem Titel „Was auch immer geschieht“ erschienen. Den finde ich persönlich viel passender bzw. stimmiger, weil es den Inhalt des Romans widerspiegelt.

Die Geschichte hat mich sehr mitgenommen, weil sie mich ein bisschen an meine eigene erinnert, denn ich habe auch sehr früh meinen Vater verloren. Beim Lesen bekam ich das eine oder andere Mal ein beklemmendes Gefühl.

Bei vielen Büchern denke ich, es hätte ewig so weitergehen können. Bei diesem ist es ein „Endlich ist es zu Ende“, denn die Handlung zog sich zäh dahin.

Zitat:

Ein simpler Satz, der die Macht hatte, meine ganze Welt auf den Kopf zu stellen. (Seite 30)

Fazit: Dieses Buch war Emotionen pur für mich, denn mal musste ich beim Lesen lachen, mal hätte ich rufen können „Nein, tu´s nicht“, mal weinte ich fast. Ein sehr emotionsgeladener Roman, den die Autorin hier geschrieben hat.

Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren

Dieses Buch bekommt von mir vier Lesemäuse.

Rezension „Träumst du noch oder küsst du schon?“ – Alexandra Potter

(2020)

Klappentext:

Ein Traummann macht noch lange kein Happy End!

Eigentlich dachte Lucy in Nate den Mann fürs Leben gefunden zu haben – und so küssten sie sich unter der Seufzerbrücke in Venedig, um ihre Liebe für immer zu besiegeln. Auch als sie sich später aus den Augen verloren, blieb Nate immer in Lucys Herzen. Doch dann, zehn Jahre später, stehen sie sich plötzlich wieder gegenüber und es scheint, als würde sich ihre Liebe nun erfüllen. Bei genauerer Betrachtung muss Lucy jedoch zugeben, dass ihr Nate von Tag zu Tag weniger gefällt. Und schon bald stellt sich ihr die Frage: Wie werde ich meinen Traummann nur wieder los?! Denn was Lucy auch unternimmt, das Schicksal scheint sie immer wieder zusammenzuführen…

Meine Meinung:

Lucy und Nate (Nathaniel) lernen sich als Studenten kennen. Der Name Nathaniel erinnert mich sehr an das Buch „Schattenrot“ von Sandra Florean.

Die beiden küssen sich unter der Seufzerbrücke in Venedig, wo sie gleichzeitig eine geteilte Münze jeweils an einem Lederband um den Hals tragen. Sind sie jetzt auf ewig miteinander verbunden? Irgendwann treffen sie sich in New York wieder und kommen zusammen. Als sie merkt, welche Marotten er hat (früh aufstehen/Sport machen etc.) will sie ihn wieder loswerden. Doch das ist gar nicht so einfach, wie sie sich das vorstellt, denn sie begegnen sich immer wieder zur selben Zeit am selben Ort. Ist es Zufall oder Schicksal? Findet es heraus.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich solche Geschichten liebe? Klar, sie sind sehr klischeehaft, aber das sind die Bücher, bei denen ich am besten abschalten kann.

Zitat:

„Fasziniert betrachtete ich die gezackten Kanten der beiden halben Münzen, die aussahen wie zwei Puzzleteile.“ (Seite 10)

Fazit: Ein Roman mit viel Gefühl, bei dem einen das Herz aufgeht. Eine zauberhafte Geschichte zum Wohlfühlen. Einfach zurücklehnen und genießen.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension „Die Halligärztin“ – Lena Johannson

(2020)

Klappentext:

Sonne, Dünen und ein neuer Anfang

Inselärztin auf Pellworm! Das klingt für Wiebke Klaus nach Sonne, Nordseestrand, Gischt und Wind. Nach dem perfekten Klima für ihre asthmakranke Tochter Maxi und nach einem Neustart, weit weg von Berlin. Doch nicht alle Einwohner sind davon begeistert, dass der alte Inseldoktor eine tatkräftige junge Nachfolgerin bekommt, die sich auch noch mit der Hebamme anlegt. Beinahe will Wiebke wieder die Koffer packen – doch da ist der Schwimmmeister Tamme, mit dem sich der Sommer plötzlich so leicht anfühlt… Kann Wiebke der spröden Insel noch eine Chance geben?

Meine Meinung:

Ein Landarzt, der nicht gehen will und eine Ärztin, die sich etwas Neues aufbauen muss.

In Zeiten von Covid 19 habe ich mir eine literarische Auszeit auf einer Insel gegönnt und bin wenigstens gedanklich nach Pellworm gereist.

Die junge Mutter Wiebke zieht mit ihrer Tochter auf die Insel Pellworm. Eigentlich dachte sie, dass sie die Praxis für sich hätte, doch ihr Vorgänger möchte noch ein halbes Jahr weiterarbeiten. Das gefällt ihr gar nicht, doch irgendwie arrangieren sie sich. Sie wird von ihren drei Nachbarinnen gleich bei ihrer Ankunft herzlich begrüßt und beköstigt. Aus der Begegnung entstehen tolle Freundschaften. Maxi gefällt es auf der Insel und sie findet schnell Anschluss. Generell geht es in dieser Geschichte um Zusammenhalt und Freundschaft. Was sich da zwischen dem Schwimmmeister Tamme und Wiebke anbahnt, müsst ihr selber lesen. Nur soviel sei verraten: Es wird sehr turbulent.

Zitat:

„Solange die Leute über einen redeten, war man interessant.“ (Seite 61)

Fazit: Wow, was für ein dramatisches Finale. Das schreit nach einer Fortsetzung, die ich bereits im Regal stehen habe.

„Die Liebe der Halligärztin“

Ich liebe Arzt/- bzw. Inselromane. Ein witziges und romantisches Buch mit einem Hauch Dramatik.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Rezension: „Schattenrot“ – Sandra Florean

Klappentext:

Zwei Frauen. Zwei Welten. Eine Freundschaft

Seit Jahrhunderten herrscht Krieg zwischen Vampiren und genetisch mutierten Menschen, die eigens geschaffen wurden, um die Vampire zu vernichten. Als die unbändige Vampirin Kat der Seherin Seraphina begegnet, ahnt sie anfangs nicht, dass diese eine Mutantin ist. Obwohl sie aus verfeindeten Welten kommen, freunden sich die ungleichen Frauen an. Schon bald kommt Kat dadurch nicht nur einer jahrelangen Lüge auf die Spur, sondern muss sich ihren Gefühlen für ihren verhassten Schöpfer Victor stellen…

Meine Meinung:

Endlich wieder ein Buch aus dem Bereich Fantasy. Nicht mein bevorzugtes Genre, aber ab und zu brauche ich mal eine solchen Lektüre. Die Vampire aus den Romanen der Autorin kennt man ja schon. Vor allem aus der Nachtahn-Reihe. Was aber sind denn Mutanten? Das fragte ich mich, als ich den Klappentext des Buches gelesen habe. Die Erklärung bekam ich beim Lesen. Wenn eine Geschichte aus zwei Sichtweisen geschrieben ist, liebe ich das besonders.

Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr in einem Sarg schlafen müsstet? Für die Vampirin Kat ist das ganz normal. Sie ist selbstbewusst und sagt, was sie denkt, wenn ihr was nicht passt. Die Mutantin Seraphina ist da ganz anders. Sie ist auf Unterstützung angewiesen, da sie blind ist. Ich fand es faszinierend, wie die beiden sich das erste Mal begegnen. Vampire und Mutanten, bekämpfen sich gegenseitig. Sie wissen nicht, dass sie eigentlich voneinander profitieren können. Wie sich die Freundschaft zwischen den beiden Frauen entwickelt und wie es in der Welt der Mutanten zugeht, das müsst ihr wie immer selber nachlesen.

Zitat:

Dieses unterirdische Leben beengte mich, ich fühlte mich immer eingesperrt, beobachtet und als würde ich nicht mehr zu der Welt da oben gehören. (Seite 200)

Fazit: Wer mal wieder Gänsehaut und Kribbeln spüren möchte, der ist bei diesem Buch genau richtig. Sandra hat ein fantastisches Buch geschrieben, das schon einige Zeit auf mich gewartet hat. Ich hoffe, ich sehe sie im nächsten Jahr wieder. Dieses Jahr hat es aufgrund der besonderen Umstände nicht geklappt.

Dieses Buch bekommt von mir vier Lesemäuse.

Rezension „Drei aus dem Ruder“ – Annette Lies

Klappentext:

Den Gezeiten des Lebens trotzt man am besten zusammen…

Henriette, Mieke & Coco haben nichts gemeinsam – außer einer Lebenskrise! Während Frauenärztin Henriette unter einem Empty-Nest-Syndrom leidet, liebt Mieke einen verheirateten Mann. Die kinderlose Köchin Coco hingegen vertraut nur noch der Esoterik. In der psychosomatischen Klinik Seeblick müssen sie sich unbequemen Fragen stellen. Als sie auch innerlich ihre alten Fahrwasser verlassen, entdecken sie sie, dass Freundschaft vielleicht der beste Kompass für einen Neuanfang ist…

Meine Meinung:

Nachdem ich das Buch gelesen hatte, musste ich erstmal tief durchatmen. Teilweise sind solche Bücher doch extrem nah an der Realität. Dabei sollen sie uns doch von der realen Welt ablenken. Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, eine Depression ernst zu nehmen. So ergeht es den drei Protagonistinnen dieses Buches auch. Sie müssen lernen, sich selbst wieder zu vertrauen. Das alles lernen sie in der Klinik Seeblick, in der sie sich kennenlernen. Es ist herrlich, wie die unterschiedlichen Frauen doch zu einer Einheit werden. Ich konnte mich sehr gut in die Situationen von Henriette, Mieke und Coco hineinversetzen. Hier lernen wir drei unterschiedliche Frauen kennen, die jede auf ihre Art mit ihren Problemen zu kämpfen hat. Die eine erkennt sie früher, die andere später. Besonders gelungen fand ich den Protagonisten des Wassersport-Therapeuten Marius, der die drei Frauen immer wieder motiviert weiterzumachen, obwohl sie sich in den frühen Morgenstunden vor dem Training drücken wollen. Am Ende gibt es sogar einen kleinen Wettbewerb zwischen den dreien. Was da passiert, müsst ihr selber lesen.

Dieses Buch war ein Coverkauf. Die Fische sehen einfach gut aus.

Zitat:

Henriette sagte nichts. Mit Mieke und Coco zusammen verrückt zu sein fühlte sich gar nicht mal so schlecht an. (Seite 55)

Fazit: Jede hat auf ihre Weise gelernt, mit ihren Problemen umzugehen und damit zu leben und zurechtzukommen. Ich musste auch hart arbeiten, um dort zu stehen/zu sein, wo ich heute bin/stehe. Ein sehr lesenswertes Buch über ein immer noch ernstes Thema, das längst kein Tabuthema mehr ist. Depressionen gehören zum Leben dazu. Es strahlt sehr viel Frauenpower aus und zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben: Die Freundschaft.

Dieses Buch bekommt von mir vier Lesemäuse.

Rezension „Begin Again“ – Band 1 – Mona Kasten

Klappentext:

Er stellt die Regeln auf – Sie bricht jede einzelne davon.

Noch einmal von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren…

Meine Meinung:

Dieses Buch muss man einfach lieben. Wie konnte ich nur so lange dran vorbeigehen? Ein guter Grund, dass es mein erstes gelesene Buch des Jahres geworden ist. Es gibt überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Allie will ganz von vorne anfangen und ist extra weit weg gezogen für ihr Studium. Sie sucht ein WG-Zimmer und landet bei Kaden. Er ist ein typischer Bad Boy und eigentlich nichts für Allie. Sie muss sich an Regeln halten, wie z.B. „Fange nie etwas mit dem Mitbewohner an“. Ob sie sich daran hält…? Besonders schön fand ich, wie sich Allie ihr Zimmer eingerichtet hat. Mit Lichterketten, einem Sofaüberwurf etc. Da wäre ich auch glatt selber eingezogen. Ihre beste Freundin ist Dawn. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, was ich daran erkannt habe, dass ich den Roman innerhalb von nur zwei Wochen gelesen habe.

Zitat:

Hier oben hörte man nichts bis auf das angenehme Rascheln der Bäume, das Zirpen von Grillen und das Gezwitscher der Vögel. Es war so…friedlich. (Seite 87)

Fazit: Ein Wohlfühlbuch erster Klasse. Es hat etwas Spannendes, Prickelndes an sich, das ich einfach liebe. Ich habe es regelrecht verschlungen, so gut hat es mir gefallen und ich freue mich schon auf den 2. Teil der Again-Reihe. „Trust Again“ subbt bereits bei mir rum. 😉 Dann geht es um Spencer und Dawn, die ich bereits im ersten Teil kennenlernen konnte. Ich bin schon sehr gespannt.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.