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Rezension: „Die unheimliche Bibliothek“ – Haruki Murakami

Klappentext:

„Kannst du nicht sprechen?“, fragte ich das Mädchen.

„Nein, meine Stimmbänder wurden in meiner Kindheit zerstört.“

„Deine Stimmbänder wurden zerstört? Aber von wem denn?“

Darauf gab sie mir keine Antwort. Sie lächelte nur so lieblich und süß, dass es mir den Atem nahm.

Meine Meinung:

Seit Kurzem hat mein Freund wieder einen Büchereiausweis der Stadtbücherei Wahlstedt. Während er zum Corona-Test war, ging ich also in die Bücherei. (Wir wollten nachmittags ins Kino).

Dort stöberte ich so durch die Regale und fand dieses kleine Büchlein quasi im Vorbeigehen. Und auch noch so ein Buch Juwel. Das sind die schönsten Funde.

Ein Junge will eigentlich nur zwei Bücher zurückgeben. Doch dann entscheidet er sich dafür, nach einem Buch über die Methoden der Steuereintreibung im Osmanischen Reich zu suchen.

Was dann folgt, ist ein Albtraum. Der Leser (also ich) schwankte zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Die dazugehöhrigen Illustrationen machen die Geschichte noch lebendiger. Er bekommt drei Bücher zum Thema, wird in ein Verlies im Keller gesperrt und muss die Bücher auswendig lernen. Erst dann kommt er wieder frei.

Wird er es schaffen und was hat es mit dem stummen Mädchen auf sich?

Das müsst ihr wie immer selbst nachlesen.

Zitat:

Sie sah aus wie ein zerbrechlicher Ziergegenstand aus Glas, auf den das Morgenlicht fiel. (Seite 37)

Fazit: Eine sehr kurzweilige Geschichte in einem kleinen Büchlein. Ein Epos, ein Juwel. Das ist Fantasy. Lest dieses Buch und ihr werdet es lieben und das nächste Mal eure Bibliothek mit ganz anderen Augen sehen.

Mein Lesehighlight 2021

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Freitags-Füller # 411

1. Eigentlich müsste ich… Das weiß ich. Ich komme nur nicht dazu.

2. Ich könnte auch in der Mitte des Bettes liegen.

3. Unter dem Tisch im Wohnzimmer liegt die Fernsehzeitung. Dort ist sie immer griffbereit.

4. Bei vielen günstigen Marken denke ich, dass die genauso gut sind wie andere.

5. Solange noch Sommer ist… Was für ein Sommer? Die zwei schönen Tage?

6. Marmorkuchen ist mein Lieblingskuchen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Fernseh- oder Leseabend, morgen habe ich geplant, mit dem Zug zu meiner Mutter zu fahren und Sonntag möchte ich zu meiner Oma!

Den Freitags-Füller von Barbara findet ihr hier.

Rezension: „Die stille Kammer“ – Jenny Blackhurst

(2020)

Klappentext:

Alle sagen, ich sei eine Mörderin. Doch kann ich ihnen wirklich trauen?

Mein Name ist Emma Cartwright. Noch vor drei Jahren war ich Susan Webster – jene Susan Webster, die ihren zwölf Wochen alten Sohn Dylan getötet hat. Fast drei Jahre verbrachte ich in der Forensischen Psychiatrie. Seit vier Wochen bin ich wieder draußen. Unter neuem Namen lebe ich nun in einer Stadt, wo niemand von meiner dunklen Vergangenheit weiß.

Doch heute Morgen erhielt ich einen Brief, adressiert an Susan Webster. In dem Umschlag befand sich das Foto eines dreijährigen Jungen, auf der Rückseite standen die Worte:

Dylan – Januar 2013

Kann es sein, dass mein geliebter Sohn noch lebt?

Meine Meinung:

Am Anfang kam ich sehr gut in die Geschichte rein. Sie zog mich förmlich in ihren Bann und durch die kurzen Kapitel fiel es mir leicht, auch mal abends mit einem Kapitel abzuschließen und nicht mittendrin aufhören zu müssen. Das Cover hat mich förmlich zum Kauf verführt, denn der Schmetterling passt sehr gut dazu.

Der Thriller spielt nach dem Aufenthalt in Oakdale. Nick, Cassie und Susan versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen, was wirklich passiert ist. Das macht die Story so unheimlich spannend. Der Thriller spielt zwischen 1987 und 2013.

Zitat:

Ich werde die Vergangenheit ausgraben und hoffe nur, dass mein Spaten nicht auf allzu viele Skelette stößt. (Seite 63)

Fazit: Die Autorin hält das Spannungsniveau bis zum Schluss sehr hoch. Gänsehaut pur! Dieses Buch gruselt und fasziniert mich zugleich. Ein echter Pageturner.

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Leseliste: 2020 – Das Ergebnis

Auch wenn das Jahr 2020 noch nicht ganz vorbei ist, kann ich euch bereits jetzt das Ergebnis zeigen.

Von den ursprünglich sechs Büchern habe ich eins gelesen.

Kristen Bailey – Tütensuppenglück – Ein Familienroman

Ein sehr unterhaltsames Buch über den normalen Familienwahnsinn und wie es eine Mutter schafft, ihren Alltag zu managen und gleichzeitig von einem Fernsehkoch regelrecht fertig gemacht wird. Eine ausführliche Rezension werde ich noch schreiben.

Leseliste 2020

BaileyKristenTütensuppenglück –
Ein Familienroman
ClarkJanetSchweige still, süßer Mund
GrauerSandraSommerglück auf Fehmarn
RileyLucindaDie sieben Schwestern
ScheunemannFraukeDackelglück
SparksNicholasWeg der Träume

Auf meiner Liste stehen 6 Bücher. Für den Anfang schon mal gut.

„Tütensuppenglück“ habe ich bereits gelesen. Die Rezension folgt irgendwann.

Ich bin bereits dabei, eine neue Leseliste für 2021 vorzubereiten. Seid gespannt!

Rezension „Mandelblütenliebe“ – Anja Saskia Beyer

(2019)

Klappentext:

Ein kleiner Souvenirladen, eine geheimnisvolle Vergangenheit und der Duft nach Mandelblüten

Milla steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Paul, als sie plötzlich vom Tod ihrer spanischen Großmutter Abbigail erfährt und deren kleinen Souvenirladen auf Mallorca erbt. Es ist das erste Mal, dass Milla von Abbigail hört. Warum hat ihre Mutter sie bloß all die Jahre verschwiegen? Milla reist nach Palma und versucht Antworten zu finden. Zwischen engen Altstadtgassen und himmlischen Stränden erfährt sie von Abbigails großer Liebe in den Fünfzigerjahren und der vergessenen jüdischen Vergangenheit der Insel, und sie trifft Leandro…

Meine Meinung:

Was bietet sich besser an, einen Roman, der auf Mallorca spielt, auch auf Mallorca zu lesen zu beginnen? Ich war letztes Jahr das erste Mal genau wie die Protagonistin des Romans auf der Insel. Eine sehr schöne Insel. Vom Cover und Buchtitel her hatte ich einen typischen Frauenroman erwartet und wurde überrascht, denn dem ist nicht so.

Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Einmal 1956 aus der Sicht von Abbigail und einmal 2016, fünfzig Jahre später, aus der Sicht von Milla, deren Enkelin. Sie weiß nicht, dass sie von der Insel stammt und will herausfinden, warum ihr ein Souvenirladen auf der Insel vermacht wurde. Das fand ich sehr spannend, denn ich mag solche Bücher, die einmal in der Vergangenheit und in der Gegenwart geschrieben sind.

Zitat:

Milla kam zu sich und erblickte eine brünette Frau Ende vierzig in Begleitung eines Mopses. (Seite 8)

Fazit: Eine sehr bewegende Geschichte, die euch garantiert erschauern lässt. Gänsehaut garantiert!

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

Freitags-Füller # 264

Freitags-Füller

1. Gestern Abend habe ich aufgrund des mäßigen Fernsehprogramms den Fernseher ausgeschaltet und stattdessen lieber gelesen.

2. Ich werde meine Mutter am Sonntag sehen.

3. Was ist schlimmer, Leseflaute oder gar nicht lesen?

4. Die Herbstdeko sammle ich mir so langsam zusammen.

5. Zur gleichen Zeit frühstücken ist Teil meiner täglichen Routine.

6. Wenn ich durch meine Nachbarschaft laufe, treffe ich ganz viele Hunde.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend, morgen habe ich den üblichen Wochenendeinkauf geplant und Sonntag möchte ich nach Flensburg zu meiner Mutter fahren!

 

Freitags-Füller # 255

Freitags-Füller

1. Wir können versuchen, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

2. Ich muss unbedingt eine alte Bekannte anrufen.

3. Meine Kernkompetenz ist es, dass ich mich meistens auf mein Bauchgefühl verlassen kann.

4. Dass es am Wochenende regnet, ist nicht sehr wahrscheinlich.

5. Meine Mutter ist die Beste. Sie kann fast jedes Problem lösen.

6. „Ice Age 5 – Kollision voraus“ fand ich lustig.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend, morgen habe ich in der Sonne bzw. Schatten sitzen und lesen geplant und Sonntag möchte ich meine Oma besuchen!

 

Freitags-Füller # 217

Freitags-Füller

1. Es gibt Tage, da könnte man mehr Stunden gebrauchen.

2. Die letzte schmerzfreie Phase dauerte 9 Tage. Dann kam der 10…

3. Ich habe diese Woche viel gelacht.

4. Meine Mutter brachte mir gestern ein Glas leckere Mirabellenmarmelade mit.

5. Warme Socken gegen kalte Füße.

6. Die erste Kürbissuppe hatte ich letzte Woche.
7. Was das Wochenende angeht, ist Entspannen und Vorbereiten auf einen wichtigen Termin nächste Woche angesagt!

 

Freitags-Füller # 198

Freitags-Füller

1. Ich hoffe, die Nachbarn sind in ein paar Jahren noch genauso nett, wie sie jetzt sind.

2. Wir haben immer gerne Freunde zu Besuch.

3. Ich hab da ein paar Bücher zum Verschenken.

4. Manchmal braucht es keine Umwege.

5. Am Sonntag ist Muttertag. Stimmt.

6. Ich fahre heute zu meiner Oma, aber noch nicht jetzt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Fernsehabend, morgen gehe habe ich in der Forstbaumschule essen geplant und Sonntag möchte ich weiter Sachen aussortieren!

 

Rezension „Leg dich nicht mit Mutti an“ – Eva Völler

Eva Völler - Leg dich nicht mit Mutti anKlappentext:

Mutti ante portas

Annabells Nerven liegen blank. Haussanierung, drei heranwachsende Kinder, Zoff mit einem schießwütigen Bankräuber – und dann taucht auch noch Annabells chaotische Hippie – Mutter auf, um zu „helfen“. Doch damit nicht genug: Es droht weitere familiäre Unterstützung – von ihrer resoluten Schwiegermutter…

Meine Meinung:

Ich habe zwar noch so viele Bücher zu Hause liegen, die gelesen werden wollen, aber bei einem Abstecher in die Bücherei fand ich zufällig dieses Buch und musste es einfach mitnehmen. 😉 Das Cover und der Klappentext haben mich sehr angesprochen.

Im Buch geht es darum, dass Annabell ihr Haus sanieren lassen muss. Sie ist es leid, morgens über volle Wassereimer zu stolpern oder kalt zu duschen. Nach über 30 Jahren ist eben so einiges kaputt. Sie möchte ihren drei Kindern wieder ein trockenes Zuhause bieten, aber sie kann die Renovierung nicht aus eigener Tasche finanzieren. Ein Kredit muss her. Also macht sie einen Termin bei der Bank…

Das reicht aber noch nicht, denn Annabells chaotische Mutter kündigt sich an und sorgt ordentlich für Wirbel. Statt nur helfen zu wollen, macht sie alles nur noch schlimmer. Sie meint, dass in Annabells Leben etwas fehlt und versucht es mit ein bisschen Feng Shui wieder aufzupeppen. Als wenn das nicht schon genug wäre, taucht auch noch ihre Schwiegermutter auf. Plötzlich ist die Bügelwäsche gemacht, das Haus geputzt und das Essen für die nächsten drei Monate vorgekocht. Und dann ist da ja auch noch die Sache mit dem Dach… Was mit dem Dach ist und wie die Geschichte ausgeht, das müsst ihr wie immer selber nachlesen. 😉

Am lustigsten sind für mich die Dialoge mit den Kindern. Diese kindliche Naivität finde ich einfach köstlich. Gar nicht mal die mit der Mutter oder der Schwiegermutter, da hab ich meistens den Kopf geschüttelt, weil sie alles besser wissen als Annabell. Kinder sagen es einfach frei heraus, ohne darüber nachzudenken, wie das bei den Erwachsenen ankommt. Wie Eva Völler das rüberbringt, finde ich herrlich! Da hätte ich gerne mehr davon. Natürlich fand ich auch die Dialoge mit Leonardo DiCaprio äußerst amüsant.

Zitat:

„Männer kommen mit Mitte vierzig in den zweiten Frühling, Frauen in die Wechseljahre. Der Mann wird interessant, die Frau alt.“ (Seite 95)

Fazit: Dieses Buch hat alles, was man von einem Frauenroman erwartet. Mit viel Witz bringt die Autorin die Tücken einer Haussanierung näher. Ein wirklich sehr unterhaltsamer Roman, den ich nicht aus der Hand legen konnte. Soweit ich mich erinnern kann, ist das das erste Buch, das ich von Eva Völler gelesen habe und es macht Lust auf mehr. Ich mag den Humor wirklich sehr, sehr gerne. Ein Buch, das ich nur empfehlen kann.

Bastei Lübbe

Dieses Buch bekommt von mir fünf Lesemäuse.

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